Europäischer Film:

 

C'est la Vie - So sind wir, so ist das Leben

"Cover" Marie-Jeanne und Robert haben drei Kinder: Albert, Raphaël und Fleur. Eine ganz normale Familie, aber auch fünf unterschiedliche Menschen an jeweils anderen Wendepunkten ihres Lebens. Mit Albert, Fleur und Raphaël verliebt man sich und wird erwachsen, mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Entscheidende Tage, nach denen nichts mehr so ist, wie es einmal war.
 
Rèmi Bezançons turbulente Familiengeschichte berührte mit ihrem liebenswert-melan-cholischem Charme die Herzen von Millionen Franzosen. Dank herausragender Schau-spielleistungen und einem mitreißenden Soundtrack entwickelte sich die gefühlvolle Tragikomödie auch in Deutschland zum absoluten Publikumsliebling. Der Film gehörte mit drei Césars zu den strahlenden Siegern der Preisverleihung: Déborah François und ihr Filmbruder Marc-André Grondin wurden als Beste Newcomer geehrt, Sophie Reine für den Besten Schnitt.

 

 

Verblendung

"Cover"Der prominente Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist bekommt einen ungewöhnlichen Auftrag: Henrik Vanger, greiser Patriarch einer einflussreichen Industriellenfamilie, bittet ihn, seine Nichte Harriet zu finden - die vor über 40 Jahren unter mysteriösen Umständen spurlos verschwunden ist! Unerwartete Unterstützung bekommt Blomkvist von der ebenso genialen wie kompromisslosen Hackerin Lisbeth. Gemeinsam tauchen die beiden bei ihren Recherchen immer tiefer in die Geschichte der Vanger-Dynastie ein und stossen dabei auf Grausames, Erschreckendes, Unerträgliches...

 

 

Chacun son cinéma

"Cover"Kino ist der Ort, an dem Träume gelebt, Wünsche wahr und Welten gerettet werden können – ein Ort der Magie. Anlässlich des 60. Jubiläums des berühmten Filmfestivals in Cannes im Jahr 2007 fanden sich 33 herausragende Regisseure aus aller Welt zusammen, um in je dreiminütigen Episoden ihre Faszination für das Kino auf die Leinwand zu bannen. Aus den Beiträgen von Regiegrößen wie Jane Campion, Wong Kar-Wai, David Cronenberg, Ken Loach, Gus Van Sant, Wim Wenders, Takeshi Kitano oder Lars von Trier entstand eine bewegende, kaleidoskopartige Liebeserklärung an den Film voller Nostalgie, Humor und Sinnlichkeit.

 

 

Affären à la Carte

"Cover"Ein Dinner im Freundeskreis. Man macht sich schick, lacht, erzählt sich Anekdoten, gibt an, teilt Erinnerungen und Pläne. Ängste werden mit Witzen überspielt. Kummer und Schmerz gehen in Lachsalven unter. Und für ein paar Stunden macht man sich vor, dazuzugehören. Wenn man die richtigen Gesellschaftscodes kennt, die anderen Gäste, ihre Herzlichkeit, Scheinheiligkeit und gute Laune respektiert, stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass es ein netter Abend wird. Allerdings nur bis zum Heimweg, denn dann fallen die Masken schnell.

Betörende Raffinesse und oft hilflose Beziehungsstrategen machen den Charme der französischen Gesellschaftskomödie aus, wie auch in Affären à la carte. Während in Deutschland der Begriff Bourgeoisie Assoziationen an spießiges Bürgertum und Erinnerungen an Sonntagsbraten, Häkeldeckchen und Teakholzwände weckt, ist für französische Filmemacher schon seit Buñuel die Bourgeoisie mehr als nur ein Objekt der Begierde, bietet das bürgerlich-intellektuelle Milieu eine perfekte Projektionsfläche für eine Gesellschaft, in der man danach strebt, anderen zu gefallen, und die eigene Identität verleugnet. Intelligente Komödien mit Wortwitz und Protagonisten, die sich in einem bunten Panoptikum bewegen und ganz unvermittelt mal den Ausbruch und Aufbruch wagen, die in Gefühl, Freundschaft, Familie oder Arbeit um Positionen kämpfen, sympathische Jedermanns, die lügen, lachen und weinen, lieben (wenn auch nicht immer den eigenen Partner oder die eigene Partnerin) und eigentlich nur eines möchten: glücklich sein. Danièle Thompsons Komödien sind leicht wie ein Flügelschlag, sie gibt ihren Figuren immer eine zweite Chance, auch wenn die vorher in die Bredouille geraten. Sie ist verliebt in die Liebe, die Menschen und das Leben, wie ihre Filme, die immer Platz für ein Stückchen Hoffnung, Trost und Optimismus lassen. So feiert Affären à la carte mit feiner Ironie, kraftvollem Humor, subtilem Witz und einem großartigen Ensemble das Menschliche und Allzumenschliche.

 

 

LOL

"Cover"La Boum – Die Fete ist lange her – Sophie Marceau, damals etwa so alt wie heute ihre Filmtochter Lol, steht jetzt auf der anderen Seite der Mutter-Tochter-Beziehung – mit ebenso aufregendem Liebes- und Familienleben.

Lola – von ihrer Clique kurz Lol genannt – hat sich auf den ersten Schultag und das Wiedersehen mit Arthur gefreut. Doch die gute Laune hält nicht lange an: Arthur hat sie in den Sommerferien betrogen, ein aufreizendes Blondchen mischt ihre Clique auf und die neuen Gefühle für Arthurs besten Freund Maël bringen sie zusätzlich durcheinander. Lols Mutter Anne macht alles noch schlimmer: Wer nicht einmal weiß, was „lol“ bedeutet, sich mit dem eigenen Ex zu heimlichen Rendezvous verabredet und obendrein in der Schule von einem Polizisten anmachen lässt, ist total daneben. Anne wiederum fragt sich, was bloß mit ihrer kleinen Tochter passiert und warum sie nicht mehr mit ihr reden kann. Wo eben noch schönste Vertrautheit war, herrscht jetzt das reine Chaos.

 

 

Lornas Schweigen

"Cover"Eine Scheinehe mit dem Junkie Claudy hat der jungen Albanerin Lorna eine Summe Geld und die belgische Staatsbürgerschaft eingebracht. Das wäre soweit gut und für Lorna hilfreich, wäre da nicht das kriminelle und mafiöse Umfeld, aus dem Claudy stammt. Lorna ist für diese Ehe einen Pakt mit dem Teufel eingegangen, der sie so weit verstrickt, dass sie sogar als Komplizin zur Ermordung Claudys beitragen soll. In dem Moment, wo alles zu spät und verloren scheint, entdeckt Lorna ihre tiefe Zuneigung zu dem armseligen, süchtigen Claudy. Lorna trägt die ganzen Hoffnungen und Widersprüche einer Gesellschaft in sich, der sie nicht entrinnen kann und die sie doch auf verzweifelte und wunderbare Weise transzendiert, in einem Film, der einen zugleich mutigen und gewagten Schritt im Werk der belgischen Filmemacher darstellt. Die wallonischen Brüder Dardenne gehören zu den bedeutendsten Autorenfilmern des Gegenwartkinos und zum kleinen Kreis derer, die zwei Mal die Goldene Palme von Cannes gewonnen haben (1999 für Rosetta; 2005 für Das Kind).

 

 

Neulich in Belgien

"Cover"Komisch, dramatisch und gefühlvoll erzählt dieses außergewöhnliche Regiedebüt, wie aus einem lästigen Unfall mit Blechschaden die große Liebe wird. In Moskau, dem Arbeiterviertel am Stadtrand von Gent in Belgien, herrscht ein rauer Ton, jeder hat genug mit sich und den eigenen Problemen zu tun. Der in seiner Klarheit und Stärke an Ken Loach erinnernde Christophe van Rompaey stürzt sich hinein in den grauen Alltag mit Höhen und Tiefen, schickt seine realitätsnahen und keineswegs perfekten Protagonisten ins Liebes-Match mit offenem Ausgang und ins permanente Chaos, das sich Leben nennt. Die 41-jährige Matty steht ständig unter Strom, donnert auf dem Supermarktparkplatz im Rückwärtsgang auf einen Lastwagen, dessen 29-jähriger Fahrer Johnny sie zusammenschimpft. Keine Liebe, sondern Streit auf den ersten Blick. Vor dem Haus wartet schon ihr Noch-Ehemann, seit fünf Monaten mit einer 22 Jahre jüngeren Studentin liiert und nimmt zwei der drei Kinder mit ins Wochenende. Als die gestresste Mutter gerade mit Zigarette und Rotwein im heißen Bad entspannt, klingelt das Telefon, Johnny möchte sich für sein harsches Verhalten entschuldigen und sie einladen...

 

 

Once

"Cover"Jeden Tag steht er mit seiner Gitarre in der Fußgängerzone Dublins. Der talentierte Straßenmusiker träumt von der großen Karriere, doch weil der Durchbruch auf sich warten lässt, repariert er Staubsauger im Geschäft seines Vaters. Eines Tages spricht ihn eine junge Pianistin an, die in den Straßen Blumen verkauft. Ihr gefallen seine Lieder und sie hat einen kaputten Staubsauger. In einem Klaviergeschäft singen die beiden zum ersten Mal gemeinsam – der Beginn einer bezaubernden, aber unmöglichen Liebesgeschichte ...

Als Low-Budget-Produktion in nur zwei Wochen abgedreht, begeisterte dieser kleine warmherzige Musikfilm aus Irland auf unzähligen Festivals, gewann den Publikumspreis beim Sundance Filmfestival und beim Dublin International Filmfestival und zog ein internationales Publikum in seinen Bann. Hauptdarsteller Glen Hansard gewann für "Falling Slowly" den Oscar® für den besten Filmsong.

 

 

Die Ewigkeit und ein Tag

"Cover" Der erfolgreiche Dichter Alexander ist seit dem Tod seiner Frau vereinsamt und verstummt. Er fühlt sich alt, müde und todkrank. Als er erfährt, dass er nur noch wenige Tage zu leben hat, tritt er eine letzte Reise an. Dabei begegnet ihm ein albanisches Flüchtlingskind. Alexander beschließt, den Jungen nach Hause zu begleiten. Auf dem Weg dorthin zieht seine Vergangenheit an ihm vorbei ...

Mit der melancholischen Reflexion über die Endlichkeit des Seins und die Liebe zum Leben ist Theo Angelopoulos einmal mehr ein Meisterwerk gelungen, das in Cannes mit der Goldenen Palme und dem Preis der Ökumenischen Jury sowie als Bester Film des Filmfestivals in Thessaloniki ausgezeichnet wurde. Die Arthaus Premium Edition enthält neben einem umfassenden Booklet unter anderem ein weltexklusives, neu produziertes Interview-Feature mit Angelopoulos.

 

 

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