Einige aktuelle Filmempfehlungen:
Pina
PINA ist ein abendfüllender Tanzfilm mit dem Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin. PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders.
Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise in eine neue Dimension: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal - den Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war.
Biutiful
Nach Babel, 21 Gramm und Amores Perros endlich der neue Film von Alejandro González I–árritu. Mit OSCAR®-Gewinner Javier Bardem in seiner vielleicht größten und eindrucksvollsten Rolle.
„Biutiful" erzählt die Geschichte von Uxbal (Javier Bardem): hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana (Hanna Bouchab) und Mateo (Guillermo Estrella). Sie hält ihn aufrecht, wenn es nicht weiterzugehen scheint, gibt ihm Kraft, wenn er das Licht am anderen Ende des Tunnels aus den Augen verliert. Für ihr Leben gibt Uxbal alles, während er mit nicht immer legalen Mitteln versucht, zu überleben. Ein Wanderer zwischen den Welten am Rand von Barcelona, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Frau (Maricel Álvarez), seinen Kindern und doch letztendlich mit sich selbst. Ein Film, der lange nachwirkt.
Internationale Filmfestspiele Cannes 2010 - Bester Hauptdarsteller
Barfuß auf Nacktschnecken
Lily (Ludivine Sagnier) ist anders. Sie lebt in einer skurrilen Fantasiewelt und macht meistens das, wozu sie gerade Lust hat. Zusammen mit ihrer Mutter wohnt sie in einem idyllischen Landhaus. Als ihre Mutter plötzlich stirbt, ist es an Lilys Schwester Clara (Diane Kruger), die mit einem Anwalt verheiratet ist und in Paris lebt, für Lily da zu sein. Unter dem Einfluss der eigenwilligen und freiheitsliebenden Lily findet Clara mehr und mehr Geschmack an der von Lily vorgelebten Ungebundenheit. Sie beginnt, ihr konformes Leben in Frage zu stellen. Eine gewaltige Herausforderung für ihre Ehe und gleichzeitig die Wiederentdeckung der Nähe zwischen zwei ungleichen Schwestern. Der Film erhielt 2010 in Cannes den Art Cinema Award.
Von Menschen und Göttern
Auf realen Tatsachen basierend beschreibt Regisseur Xavier Beauvois in Von Menschen und Göttern die letzten Monate im Leben der
Trappisten-Mönche von Tibhirine, die 1996 auf brutale und nie aufgeklärte Weise ums Leben kamen.
In bezwingend schönen Bildern, rhythmisch angepasst an das asketische Klosterleben, offenbart der Film, wie sich die Mönche in einer
zunehmend gewalttätigen Welt den Glauben an die eigene Vernunft und die eigenen Überzeugungen bewahren und für das eintreten, was
ihnen am wichtigsten ist: die Nächstenliebe.
In einem Kloster in den Bergen Algeriens leben neun französische Mönche ein friedliches, asketisches Leben, ihrem Glauben und der
Hilfe anderer verpflichtet. Aus den unwegsamen Berghängen vor den Klostermauern haben sie blühende Gärten geschaffen, die
Menschen aus den umliegenden Dörfern finden bei ihnen immer Unterstützung, ob bei medizinischen Fragen oder anderen Nöten. Als in
der Nähe des Klosters eine Gruppe von Gastarbeitern von islamistischen Rebellen getötet wird, wird den Mönchen jedoch klar, dass der
schon lange schwelende Konflikt zwischen algerischen Regierungstruppen und den Rebellen immer näher an sie herankommt. Er wird
auch vor den Toren ihres Klosters nicht haltmachen, und ihr christlicher Glaube kann sie in große Gefahr bringen. Man legt ihnen nahe,
das Kloster zu verlassen, doch sie zögern. Die gemeinsamen Jahre haben sie zu mehr als einer Glaubensgemeinschaft gemacht, sie
sind Freunde, eine Familie geworden, die in der Abgeschiedenheit der Berge ihre Heimat gefunden hat. Die Mönche diskutieren,
zweifeln, kämpfen mit sich – und entscheiden, dass sie gerade in dieser Situation bleiben müssen und wollen. Jetzt und hier, an diesem
Ort werden sie am meisten gebraucht – ungeachtet der Gefahr, der sie sich persönlich aussetzen.
Die Eleganz der Madame Michel
Der Regisseurin und Drehbuchautorin Mona Achache ist eine höchst unterhaltsame Hommage an die Freundschaft und das Leben gelungen. Mit einem Augenzwinkern und umwerfendem Humor erzählt sie die hinreißende Geschichte dreier liebenswerter Einzelgänger, die auf den ersten Blick nichts zu verbinden scheint…
Noch 165 Tage bis zum 16. Juni, noch 165 Tage zu leben, denn an ihrem 12. Geburtstag, das hat die elfjährige Paloma Josse beschlossen, wird sie sich umbringen. Für die Tochter aus reichem Hause steht fest, dass die Welt der Erwachsenen verlogen, kleingeistig und oberflächlich ist. Warum sollte sie es ihren Eltern und ihrer älteren Schwester nachmachen wollen und wie ein Fisch in einem Goldfischglas leben, der sich ständig den Kopf an der Scheibe stößt? Ihr Selbstmord ist beschlossene Sache. Doch bis es so weit ist, filmt die ebenso intelligente wie eigensinnige Paloma die Menschen in ihrer Umgebung mit einer alten Kamera, die sie von ihrem Vater geerbt hat. Dass sie alle nervt und gegen sich aufbringt, macht ihr nichts aus. Hauptsache, der Blick durch den Sucher erlaubt ihr noch ein paar grundlegende Erkenntnisse über die Welt, bevor sie ihr endgültig Lebewohl sagt.
Einen Menschen hat die kleine Hobby-Regisseurin Paloma bislang eher missachtet, und das ist Renée Michel, die Concierge. Eine unansehnliche, bärbeißige Hausmeisterin Mitte 50, die seit einem Vierteljahrhundert zum Inventar des Hauses gehört und gewissermaßen unsichtbar geworden ist. Was keiner weiß und selbst Paloma, die eine gute Menschenkenntnis besitzt, bestenfalls vermutet: Renée ist gar nicht so einfältig, wie sie tut, sondern ungemein belesen und vielfältig interessiert...
Looking for Eric
Eric ist ein Postbote in Manchester, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Der fanatische Fußballfan verfällt in eine gewaltige Depression, als er eine Erscheinung hat: Eric Cantona, legendärer Linksaußen von Manchester United und eher bekannt für beherzten Körpereinsatz als für philosophische Betrachtungen, weicht Eric nicht mehr von der Seite und hält wichtige Lebenstipps parat.
Den Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs hat Pedro Almodóvar das eine oder andere filmische Denkmal gesetzt. Ein Mann an der Kante zum Absturz ins totale Chaos ist Eric Bishop (Steve Evets). Nicht ohne Symbolwirkung sein erster Auftritt: In einem Kreisverkehr in Manchester fährt der Briefträger sein Auto zu Schrott, wacht verwirrt, aber äußerlich unverletzt im Krankenhaus auf. Erics Wunden sind trotzdem schwer – er packt sein Leben kaum noch. Mit zwei halbwüchsigen Stiefsöhnen von der zweiten Frau in einen chaotischen Haus sitzengelassen, gepeinigt von einer seelischen Altlast und überfordert vom Alltagsstress hält ihn das Netzwerk der Freunde und Kollegen gerade noch über Wasser. Unbeholfen aber liebevoll versuchen sie, Eric mit der Hilfe von Lebensberatungsbüchern und einigen Pints im Stamm-Pub beizustehen.
Als Eric sich, ziemlich am Boden zerstört, mit einer Prise des vom Sohn geklauten Stoffs einraucht, kifft er sich direkt vom Poster seines Fußball-Idols herunter Eric Cantona ins Zimmer. Nicht den eleganten Typen im roten Manchester-Leiberl mit dem unnachahmlich aufgestellten Polokragen – nein, einen bärtigen, sichtlich runder gewordenen aber immer noch sehr charismatischen Coach. Ungefragt erteilt der eine Eric dem anderen Lehren, die wie aus dem Zitaten-Lexikon klingen. Aber schließlich hat sich der Briefträger aus Manchester ja auch nicht Einstein herbeigeraucht, sondern einen Mann, der etwas von intaktem Selbstvertrauen und von Teamspiel versteht. Und genau das braucht Eric in seinem Leben dringend.
Giulias Verschwinden
Ausgerechnet an ihrem Fünfzigsten muss es Giulia am eigenen Leib erfahren: Alter macht unsichtbar. Während die Geburtstagsgesellschaft über Allergien und Übergewicht, Wadenkrämpfe und die Vorteile von Tempur-Matratzen philosophiert, streift die Jubilarin ziellos durch die Straßen, hat mit einem Mal das seltsame Gefühl, für ihre Umwelt unsichtbar zu sein, und kommt nach und nach zu dem Entschluss, dass ihr an diesem „Freudentag“ alles andere als zum Feiern zu Mute ist. Nur zu gerne lässt Giulia sich von einem sehr charmanten älteren Herrn namens John auf ein Glas Wein in eine Hotelbar einladen. Im Restaurant sind derweil hitzige Diskussionen über grundsätzliche Fragen des irdischen Daseins im Gange, die Wahr- und Weisheiten ihrer engsten Freunde zum Thema Alter werden zusehends mit genügend Alkohol konserviert – als plötzlich die Tür aufgeht und der Ehrengast doch noch erscheint.
Ein Prophet
Malik El Djebena, gerade 19 Jahre alt und ein kompletter Analphabet, wird zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Franzose maghrebinischer Abstammung landet in einem Gefängnis, das von einer korsischen Mafiagruppe unter der Führung von César Luciano kontrolliert wird. Luciano bietet Malik, der als einer der Jüngsten völlig auf sich allein gestellt ist, seinen Schutz an, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Malik muss einen unliebsamen Mitgefangenen töten. Aus Angst begeht Malik die Tat und steigt dadurch in der Hierarchie innerhalb der Gefängnismauern schnell auf. Als Vertrauter von Luciano genießt er immer mehr Privilegien, wird aber von den Korsen dennoch nie als einer der ihren akzeptiert. Während er Botengänge und Aufträge für die Korsen ausführt, erfährt er von dem Mafiaboss César Respekt und Demütigung zugleich. Malik lernt schnell, sich mit der Situation zu arrangieren, und gewinnt innerhalb der Gefängnismauern auch bei seinen nicht-korsischen Mitgefangenen immer mehr Ansehen. Doch er verbirgt vor allen, dass er im Geheimen in die eigene Tasche arbeitet und seinen eigenen gut funktionierenden Drogenring aufbaut. ..
Die Schachspielerin
Weckerläuten. Aufstehen. Schnell Kaffee trinken. Haare streng zum Knoten frisieren. Aufs Fahrrad steigen. Durch Morgenkälte an den Arbeitsplatz in einem korsischen Hotel radeln. Schürze überstreifen. An Zimmertür klopfen. Handtücher wechseln. Alles tägliche Routine im Leben von Hélène (Sandrine Bonnaire), bis sie das Paar bemerkt, das auf dem Balkon Schach spielt. Sie kann die Augen nicht mehr loseisen von den verliebten jungen Leuten, die für Hélène in diesem Moment den Gegenentwurf zu ihrem Dasein verkörpern: Hingegeben an ein Spiel, dessen Regeln sie nicht versteht, in zärtlicher Zuwendung hingegeben aneinander, an die Schönheit des Orts, an ein scheinbar harmonisches Leben.
Von jetzt an hat Hélène keine Ruhe mehr. Sie sucht die Nähe ihres Mannes Ange (Francis Renaud), der sie fast verlegen auf Distanz hält. Sie definiert ihre Änderungswünsche ab sofort über das Schachspiel, übt in der Nacht heimlich auf dem Schach-Computer. Schließlich fasst sie sich ein Herz und fragt den schrulligen alten Amerikaner Dr. Kröger (Kevin Kline), bei dem sie putzt, ob er sie ins Schachspiel einweihen könne. Unwillig gesteht er ihr eine Lektion zu, von deren Verlauf er weitere abhängig macht. Überrascht von der Entschlossenheit und atemlosen Ernsthaftigkeit Hélènes unterwirft Kröger sich dem Ritual einer wöchentlichen Schach-Lektion im Tausch für Putzarbeit....
Das Kabinett des Dr. Parnassus
Mit seinem Wandertheater zieht der tausendjährige Doktor Parnassus durch London und ermöglicht seinen Gästen mit Hilfe eines magischen Spiegels eine Reise durch deren Gedankenwelt. Für seine Unsterblichkeit hat er jedoch einen hohen Preis bezahlt: In einem Pakt mit Mr. Nick, dem leibhaftigen Teufel, musste er ihm im Gegenzug die Seele seines Kindes zusichern, sobald dieses seinen 16. Geburtstag erreicht. Als sich dieser Tag bei seiner Tochter Valentina nähert, bietet ihm Mr. Nick eine Wette an: Wenn Parnassus es schafft, innerhalb von drei Tagen fünf Seelen aufzutreiben, darf er Valentina behalten. Die Wette scheint unmöglich zu gewinnen, bis Valentina und Parnassus Gehilfen dem mysteriösen Tony das Leben retten. Der schliesst sich Parnassus Truppe an und erweist sich im Hinblick auf die Seelenjagd als echter Glücksgriff. Doch auch er trägt ein dunkles Geheimnis mit sich...
Das Bildnis des Dorian Gray
Der ebenso gutaussehnde wie unerfahrene Dorian Gray (Ben Barnes) steht gegen Ende des 19. Jahrhunderts in London dem Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) Modell, der Dorians beeindruckende Schönheit und Jugendlichkeit in einem Portrait dauerhaft festhalten will. Dorian findet schnell gefallen an den hedonistischen Freuden der gehobenen Londoner-Gesellschaft und lernt, dass ihm sein Aussehen alle Türen öffnet. Seine Seele würde er dafür geben, dass nicht er, sondern das Gemälde altert...
Der Ghostwriter
Ein Ghostwriter soll die Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang verfassen. Die Bezahlung ist gut und so macht sich der Ghost auf den Weg zu der Insel, auf der Lang mit Frau und Beratern in einem abgeriegelten Haus am Meer weilt. Dort befindet sich bereits ein Skript, das von seinem Vorgänger verfasst wurde. Dieser kam auf der Insel ums Leben und schon bald verstrickt sich auch der neue Ghostwriter in Ermittlungen und bringt sich so in Lebensgefahr.
This is Love
Seit ihr Mann vor sechzehn Jahren spurlos aus ihrem Leben verschwunden ist, hat Maggie den Glauben an die Liebe
verloren. Als die Kommissarin eines Tages den verschlossenen Chris verhört, dreht sich ihr Leben um. In den Verhören
entsteht eine Beziehung zwischen Maggie und Chris. Bei beiden werden schmerzhafte Erinnerungen an die Oberfläche
gespült.
THIS IS LOVE, Matthias Glasners neuer Film nach „Der freie Wille“, ist eine packende Mischung aus Drama und Thriller über die Freude und das Leiden an der Liebe. Bildgewaltig und auf mehreren Zeitebenen erzählt, schafft es Glasner, das tragische Schicksal seiner Figuren mit einem spannenden Plot und starken Emotionen zu verweben. In den Hauptrollen begeistern Corinna Harfouch, die für ihre Rolle als Beste Hauptdarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde, und Jens Albinus, bekannt aus Lars von Triers „Idioten“ und „Dancer in the Dark“.
Invictus
Wegen seines heldenhaften Kampfes gegen die Apartheid sass er 27 Jahre im Gefängnis. Was also tut Nelson Mandela,
als er zum Präsdient von Südafrika gewählt wird? Er lehnt jede Vergeltung ab, vergibt seinen Peinigern und hofft auf
Versöhnung. Die findet er auf unerwartetem Terrain: dem Rugby-Feld.
Regisseur Clint Eastwood erzählt in „Invictus – Unbezwungen“ die inspirierende Geschichte von Nelson Mandela (Morgan Freeman), der sich zusammen mit Francois Pienaar (Matt Damon), dem Mannschaftskapitän des südafrikanischen Rugby-Teams, für die Solidarität in ihrem Land einsetzte.
New York, I Love You
Seit der Geburtsstunde des Kinos ist New York die Lieblingsstadt der Regisseure. Strassenschluchten, Bürotürme, Parks und einzigartige Menschen, die einen Grossteil ihrer Zeit in Wolkenkratzern, im Untergrund, auf Hausdächern oder in gelben Taxis verbringen: All das ergibt eine perfekte Kulisse. Jetzt schaut eine Gruppe von jungen Filmemachern aus aller Welt erneut auf diese Stadt. Diesmal durch die Augen der Liebe in all ihren Varianten.
Nordl
Jomar raucht, schläft und trinkt ziemlich viel – mit Vorliebe hochprozentigen Alkohol. Als Jomar erfährt, dass er einen vierjährigen Sohn hoch im Norden haben soll, begibt er sich mit seinem Schneemobil und einem Fünf-Liter-Kanister Alkohol als einzigem Proviant auf eine ebenso kuriose wie poetische Reise. Unterwegs durch atemberaubende Landschaften Richtung Polarkreis begegnen ihm allerhand skurrile Gestalten. Ein einsames junges Mädchen, ein lebensmüder Greis, ein fröhlicher Panzerfahrer und ein Junge mit originellen Trinkgewohnheiten weisen Jomar wieder den Weg zurück in ein freudvolles Leben.
NORD ist ein skurriles Road-Movie, so komisch und rührend wie David Lynchs STRAIGHT STORY, mit grandios gefilmten Landschaftspanoramen und immer wieder neuen herrlich schrägen Einfällen.
Coco Chanel
In einer bemerkenswerten Glanzleistung übernimmt die reizende Audrey Tautou (Zusammen ist man weniger allein, Liebe um jeden Preis, The Da Vinci Code) die Rolle der legendären Stilikone Coco Chanel. Von den bescheidenen Anfängen in einem französischen Waisenhaus bis zu ihrem extravaganten Leben in den Kreisen der feinen Gesellschaft von Paris werden die Stationen Coco Chanels als Sängerin, Näherin, gesellschaftliche Rebellin und Modeikone mit unbezähmbarem kreativen Geist nachgezeichnet. Benoît Poelvoorde und Alessandro Nivola porträtieren die reichen und eleganten Männer jener Zeit, die von dieser facettenreichen Frau betört sind. Mit ihrer Fantasie und ihrem persönlichen Stil ? inspiriert von der Mode und voller Leidenschaft ? ging Coco Chanel einen mutigen eigenen Weg mit neuem Look und Lebensgefühl, dem viele moderne Frauen bald folgten.
Zerrissene Umarmungen
Schon beim Casting für seinen Film "Frauen und Koffer" verliebt sich der junge Regisseur Mateo Blanco leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena. Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit dem wesentlich älteren Finanztycoon Ernesto Martel liiert, der nicht nur den Film produziert, sondern auch jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt. Die Lage spitzt sich bei den Dreharbeiten immer weiter zu und gipfelt in einem tragischen Autounfall. 14 Jahre später führt Mateo, der seit dem Unfall blind ist, unter neuer Identität ein ruhiges Leben als Autor - bis ihn die Vergangenheit wieder einholt und die Ereignisse erneut eine dramatische Wendung nehmen...
Tage oder Stunden
Antoine, 42 Jahre alt, Werbefachmann, führt ein erfolgreiches Leben. Er ist verheiratet mit Cécile, hat zwei wunderbare Kinder, bewohnt ein schönes Haus in einem Pariser Vorort und pflegt einen herzlichen Umgang mit seiner Nachbarschaft. Zwar gibt es da eine diskrete Beziehung zu der schönen Marion, doch nichts scheint diese feine Balance stören zu können. Aber an einem ganz normalen Tag scheint sie ins Wanken zu geraten: Während eines Gesprächs mit einem wichtigen Kunden seiner Werbeagentur rastet er plötzlich aus und sabotiert das ganze Projekt. Sein Kompagnon schlägt ihm vor, erst mal Urlaub zu nehmen und auszuspannen, aber Antoine ist fest entschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden, und bietet seine Anteile zum Verkauf an. Als er nach Hause kommt, beginnt er ganz methodisch alles zu zerstören, was er sich in den letzten Jahren aufgebaut hat: Seine Frau beschuldigt ihn, eine Affäre zu haben, er widerspricht nicht. Er wird gemein, sucht nach Ausflüchten, stößt sie sogar zu Boden und gibt nicht die geringste Erklärung ab. Seine Kinder haben ihm zum Geburtstag Bilder gemalt, völlig unerwartet verhält er sich hart und unversöhnlich ihnen gegenüber. Sein alter Kumpel fragt ihn um Rat beim Autokauf ... Aber anstatt ihm wie gewohnt zu helfen, sorgt er dafür, dass die Aktion gründlich schiefgeht. Seine Freunde überraschen ihn mit einer Party. Genüsslich quält er sie einen nach dem anderen mit allen möglichen Beleidigungen und macht schließlich die schöne Virginie völlig fertig, weil sie sich nach seinem Geschmack viel zu aufreizend verhält. Niemand versteht, was mit ihm los ist. Der Abend endet schließlich in einer Schlägerei. In einem letzten Wutanfall wirft Antoine seine Gäste raus und verlässt nach einem schrecklichen Gespräch mit Cécile das gemeinsame Haus. Innerhalb von zwei Tagen hat Antoine sein gesamtes Leben zerstört. Die berühmte Midlife-Crisis? Ein Anfall von Wahnsinn?
Kleine Verbrechen
Das Polizistenleben ist für Leonidas eine Strafe. Denn sein Ehrgeiz korrespondiert nicht mit den Möglichkeiten seines Einsatzortes, kann er doch auf seiner kleinen griechischen Insel nur Nudisten verscheuchen oder harmlose Verkehrssünder jagen. In dieser frustrierenden Ereignislosigkeit kommt der Klippenabsturz des alten Zacharias gerade recht. Ein Unfall, sind die Dorfbewohner überzeugt, doch Leonidas weiß es besser und findet in der schönen Angeliki eine Insulanerin, die seinen Verschwörungstheorien zumindest Gehör schenkt. Doch die eingeschworene Dorfgemeinschaft will von einem Mord nichts wissen. Als dann plötzlich doch jeder eine eigene Version des Tathergangs aus dem Hut zaubert, wird Leonidas mißtrauisch.